Conversion Rate

Was ist die Conversion Rate? Einfach erklärt!

Wenn du eine Website betreibst oder im Online-Marketing tätig bist, hast du sicher schon einmal von der Conversion Rate gehört. Aber was genau bedeutet dieser Begriff eigentlich?

Die Conversion Rate (oder Umwandlungsrate) beschreibt das Verhältnis zwischen der Anzahl der Besucher deiner Website und der Anzahl der Besucher, die eine bestimmte Aktion auf deiner Seite ausführen. Diese Aktion kann zum Beispiel ein Kauf, eine Registrierung oder das Ausfüllen eines Kontaktformulars sein. Auch die Anmeldung für deinen Newsletter fällt beispielsweise hierunter.

Insgesamt ist die Conversion Rate eine wichtige Kennzahl im Online-Marketing und kann dir helfen, den Erfolg deiner Website oder Kampagne zu messen und zu verbessern.

Wie berechnet man die Conversion Rate?

Um die Conversion Rate zu berechnen, musst du zunächst definieren, welche Aktion als „Conversion“ zählt. Dann teilst du die Anzahl der Besucher, die diese Aktion ausgeführt haben, durch die Gesamtzahl der Besucher deiner Website und multiplizierst das Ergebnis mit 100. Das gibt dir deine Conversion Rate in Prozent.

Eine gute Conversion Rate hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann je nach Branche und Zielgruppe unterschiedlich ausfallen. Als grober Richtwert gilt jedoch: Eine Conversion Rate von 1–5 % für den Schritt von Besuchern zu Leads ist vermutlich ein guter Wert.

Wie definiere ich, was eine Konversion (oder Umwandlung) ist?

Conversions können verschiedene Handlungen sein, die ein Besucher auf deiner Webseite ausführt und für dich von Bedeutung sind. Es hängt von deinem Geschäftsmodell und deinen Zielen ab, welche Handlungen du als Conversions definierst.

Wenn du zum Beispiel einen Onlineshop betreibst, kann eine Conversion der Kauf eines Produkts sein. Wenn du jedoch eine Dienstleistung anbietest, kann eine Conversion das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder das Buchen einer Beratungssitzung sein.

Es ist wichtig, dass du dir darüber im Klaren bist, welche Handlungen für dein Geschäft am wichtigsten sind und diese als Conversions definierst. So kannst du gezielt deine Marketingaktivitäten darauf ausrichten und deine Webseite verbessern, um mehr Conversions zu erzielen.

Es empfiehlt sich auch regelmäßig deine Conversion-Definitionen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. So kannst du sicherstellen, dass sie immer noch relevant für dein Geschäft sind und dir dabei helfen können, erfolgreicher zu werden.

Warum ist die Konversionsrate teilweise ungenau?

Es gibt verschiedene Einflussfaktoren, die zu Verzerrungen der Conversion Rate führen können. Einige dieser Faktoren sind:

  • Die Art der Messung – Es gibt verschiedene Tools und Methoden, um die Conversion Rate zu messen, und je nachdem welches Tool du verwendest und wie du es einrichtest, kann es zu Abweichungen kommen.
  • Technische Probleme auf deiner Website – Wenn zum Beispiel das Tracking-Script nicht korrekt eingebunden ist oder es Probleme mit dem Server gibt, können Daten verloren gehen oder falsch erfasst werden. Das kann dazu führen, dass deine Conversion Rate nicht korrekt gemessen wird.
  • Das Verhalten der Seitenbesucher kann Einfluss auf die Genauigkeit der Conversion Rate haben. Wenn Besucher zum Beispiel mehrere Geräte verwenden (z. B. Smartphone und Laptop), kann es schwierig sein, ihre Aktionen korrekt zuzuordnen.
  • Auch wenn Besucher Cookies löschen oder den Browserverlauf löschen, kann dies Auswirkungen auf die Messung haben.
  • Ein zusätzlicher Einflussfaktor kann sein, wie du die Conversion definierst. Damit kann bei gleichen Zahlen ein unterschiedlicher Wert herauskommen.

Eine schlechte Datenqualität kann übrigens dazu führen, dass du falsche Entscheidungen triffst. Wenn deine Analyse-Tools fehlerhafte Daten liefern oder wenn du falsche Annahmen über deine Zielgruppe triffst, kann das zu einer ineffektiven Marketingstrategie führen. Das wiederum kann zu einer niedrigeren Conversion Rate führen.

Beachte auch immer den Zeitraum, über den du die Daten betrachtest. Es kann einen großen Unterschied machen, ob du dir Daten aus dem starken Weihnachtsgeschäft im Dezember ansiehst, übers ganze Jahr, oder nur von einer Woche.

Welche Tools kannst du nutzen, um die Umwandlung zu überwachen?

Um die Umwandlungsrate im Verhältnis zu den Besucherzahlen zu messen und zu optimieren, gibt es verschiedene Tools, die Betreiber von Webseiten nutzen können.

Google Analytics

Google Analytics ist ein kostenloses Tool von Google, das dir detaillierte Informationen über deine Website-Besucher liefert. Du kannst damit Metriken wie die Anzahl der Besucher, ihre Herkunft und ihr Verhalten auf deiner Website analysieren. Außerdem kannst du mit Google Analytics Ziele definieren und die Conversion Rate für diese Ziele messen.

Hotjar

Hotjar ist ein Tool, das dir hilft, das Verhalten deiner Besucher aufzuzeichnen und zu verstehen. Mit Hotjar kannst du Heatmaps erstellen, um zu sehen, welche Bereiche deiner Website am meisten genutzt werden. Zudem kannst du mit Hotjar Feedback von deinen Besuchern einholen und A/B-Tests durchführen.

Es gibt noch viele weitere Tools zur Messung der Conversion Rate. Adobe Analytics ist beispielsweise eine kostenpflichtige Alternative zu Google Analytics mit erweiterten Funktionen.

Bevor du dich für ein Tool zur Analyse des Nutzerverhaltens entscheidest, solltest du genau überlegen, welche Anforderungen dein Unternehmen stellt.

Welche Einflüsse wirken auf die Konversionsrate?

Langfristig

Es gibt verschiedene Faktoren, die langfristig Einfluss auf deine Conversion Rate haben können. Hier sind einige davon:

1. Nutzererfahrung

Die Nutzererfahrung auf deiner Website ist ein wichtiger Faktor für die Conversion Rate. Wenn deine Website unübersichtlich oder schwer zu navigieren ist, werden Besucher schneller abspringen und weniger wahrscheinlich eine Aktion ausführen. Eine gute Nutzerfreundlichkeit (Usability) hingegen kann dazu beitragen, dass Besucher länger auf deiner Website bleiben und eher geneigt sind, eine Aktion auszuführen.

2. Content-Qualität

Der Inhalt deiner Website hat ebenfalls Einfluss auf die Conversion Rate. Wenn dein Content informativ und ansprechend ist, werden Besucher eher geneigt sein, bei dir zu kaufen oder sich für deinen Newsletter anzumelden. Wenn der Content hingegen schlecht geschrieben oder irrelevant ist, werden Besucher schneller abspringen.

3. Vertrauen

Vertrauen spielt eine große Rolle bei der Conversion Rate. Wenn Besucher das Gefühl haben, dass deine Website nicht vertrauenswürdig ist oder dass du ihre Daten nicht schützt, werden sie weniger wahrscheinlich eine Aktion ausführen. Um das Vertrauen der Besucher zu gewinnen, solltest du zum Beispiel Kundenbewertungen oder Zertifikate auf deiner Website anzeigen.

4. Mobile Optimierung

Immer mehr Menschen nutzen mobile Geräte wie Smartphones und Tablets zum Surfen im Internet. Daher ist es wichtig sicherzustellen, dass deine Website auch auf mobilen Geräten gut funktioniert und einfach zu bedienen ist. Eine schlechte mobile Erfahrung kann dazu führen, dass potenzielle Kunden abspringen und weniger wahrscheinlich eine Aktion ausführen.

5. Technische Performance

Die technische Performance deiner Website hat ebenfalls Einfluss auf die Conversion Rate. Wenn deine Seite langsam lädt oder häufig Fehler auftreten, werden Besucher schneller abspringen und weniger wahrscheinlich eine Aktion ausführen.

Um langfristig eine hohe Conversion Rate zu erreichen und zu halten, solltest du diese Faktoren berücksichtigen und kontinuierlich optimieren.

Kurzfristig

1. Angebot und Preisgestaltung

Ein attraktives Angebot und eine klare Preisgestaltung können dazu beitragen, dass Besucher deine Seite in Kunden umwandeln. Überprüfe regelmäßig deine Angebote und Preise und passe sie gegebenenfalls an.

2. Landingpage

Die Landingpage ist der erste Eindruck, den Besucher von deiner Seite bekommen. Eine ansprechende Gestaltung und klare Calls-to-Action können dazu beitragen, dass Besucher länger auf deiner Seite bleiben und eher zu Kunden werden.

3. Nutzererfahrung

Eine positive Nutzererfahrung kann ebenfalls dazu beitragen, dass Websitebesucher deine Seite in Kunden umwandeln. Überprüfe regelmäßig die Ladezeiten deiner Seite sowie die Navigation und sorge dafür, dass alles reibungslos funktioniert.

4. Werbung

Werbung kann kurzfristig dazu beitragen, dass mehr Besucher auf deine Seite gelangen und somit auch mehr Conversions erzielt werden können. Überlege dir Werbekampagnen auf Social-Media-Plattformen oder Google Ads, um die Besucherzahlen zu steigern. Auch gezieltes Targeting deiner Werbekampagnen kann dazu beitragen, dass mehr relevante Besucher auf deine Seite gelangen.

Für viele Unternehmen ist es natürlich besonders wichtig, die Conversion Rate langfristig hochzuhalten, aber auch kurzfristige Aktionen wie Werbeanzeigen können hilfreich sein, um eine Steigerung der Seitenaufrufe zu erreichen.

Was ist der Conversion Funnel?

Ein Conversion-Funnel ist ein Prozess, der potenzielle Kunden auf eine Reise führt, um deine Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen. Es ist eine Art Leitfaden, der den Interessenten vom Marketing bis zur Konvertierung begleitet.

Ein Conversion-Funnel besteht aus verschiedenen Stufen, die der Kunde durchlaufen muss. Die erste Stufe ist das Interesse an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung. Dann kommt die Stufe des Verlangens nach dem Produkt oder der Dienstleistung. Anschließend folgt die Konvertierung, also der Kauf des Produkts oder der Dienstleistung. Nach dem Kauf gibt es noch eine weitere Stufe: die Re-Engagement-Stufe. Hier geht es darum, den Kunden erneut zu gewinnen und ihn dazu zu bringen, weitere Produkte oder Dienstleistungen von dir zu kaufen.

Um einen erfolgreichen Conversion-Funnel zu erstellen, musst du deine Zielgruppe genau kennen und verstehen. Du musst wissen, welche Bedürfnisse sie haben und wie du diese Bedürfnisse mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung erfüllen kannst.

Wenn du den Conversion-Funnel über gute Anreize verbessert hast, und einen möglichst hohen Anteil deiner Seitenbesuche konvertieren kannst, bist du auf einem guten Weg zur Verbesserung deiner Umwandlungsrate.