Was ist DNS-Prefetching? Einfach erklärt!

DNS-Prefetching ist eine Web-Performance-Technik, die darauf abzielt, die Geschwindigkeit zu verbessern, mit der eine Webseite geladen wird. Das Prinzip ist einfach: Während des Surfens im Internet werden ständig Daten von verschiedenen Servern abgerufen. Jede Anforderung, die ein Browser stellt, beinhaltet die Auflösung eines Domain-Namens in eine IP-Adresse, ein Prozess, der Zeit in Anspruch nimmt. 

DNS-Prefetching beschleunigt diesen Vorgang, indem es die Domain-Namen vorab auflöst, noch bevor der Nutzer auf einen Link klickt oder eine neue Seite lädt. Dies geschieht im Hintergrund über das sogenannte ‘rel’ Attribut und ‚crossorigin‘ Attribut und ist für den Benutzer nicht direkt sichtbar.

Der Prefetch macht sich die Leerlaufzeiten des Browsers zunutze. Während ein Nutzer eine Webseite betrachtet, arbeitet der Browser im Hintergrund daran, die Domain-Namen jener Links auf der Seite zu ermitteln und vorab aufzulösen.Dies nennt man Prefetch. Somit wird die Wartezeit um Millisekunden reduziert, wenn der Nutzer schlussendlich auf einen dieser Links klickt oder eine Anweisung zum Abrufen neuer Daten gibt. 

DNS-Prefetching ist besonders effektiv in Situationen, in denen Millisekunden über die Benutzererfahrung entscheiden. Es trägt dazu bei, die wahrgenommene Ladezeit einer Webseite zu verringern und das Surferlebnis insgesamt flüssiger und angenehmer zu gestalten.

Um zusätzlich die Ladezeit zu optimieren, werden manchmal Mechanismen wie Preconnect und Prerendering verwendet. Preconnect ermöglicht es dem Browser, eine Verbindung zu einer externen Ressource bereits herzustellen, bevor sie tatsächlich angefordert wird, wodurch die Latenz verringert wird. Prerendering hingegen lädt eine Seite oder Teile davon im Voraus, sodass sie sofort verfügbar sind, wenn der Nutzer darauf zugreifen möchte. Dies wird auch prerender genannt. 

Definition DNS-Prefetching

DNS-Prefetching ist eine Technik im Bereich der Webentwicklung, die darauf abzielt, die Ladezeiten von Webseiten zu optimieren. Im Kern geht es darum, den Prozess der Namensauflösung – also die Umwandlung eines Domain-Namens in eine IP-Adresse – zu beschleunigen. Dieser Vorgang ist notwendig, damit der Browser die für eine Webseite erforderlichen Ressourcen abrufen kann. 


Durch das Prefetching von DNS-Anfragen kann dieser Schritt bereits erfolgen, bevor der Nutzer aktiv einen Link anklickt oder eine neue Seite lädt (Prefetch). Das Ergebnis ist eine spürbare Verringerung der Wartezeit, wenn auf neue Inhalte zugegriffen wird.

Diese Technik des Prefetch basiert auf der Vorhersage von Nutzeraktionen. Webbrowser nutzen DNS-Prefetching, um die Domain-Namen von Links auf einer geladenen Webseite im Voraus über das sogenannte ‘rel’-Attribut aufzulösen. Dies geschieht, indem der Browser im Hintergrund Anfragen an den DNS-Server sendet, während der Nutzer die aktuelle Seite betrachtet. Wenn der Nutzer dann einen dieser vorab aufgelösten Links anklickt, ist die erforderliche DNS-Auflösung bereits erfolgt, wodurch die Ladezeit der neuen Seite deutlich verkürzt wird.

Eine wichtige Komponente von DNS-Prefetching ist das sogenannte ‚rel‘ Attribut in HTML-Elementen. Webentwickler können dieses ‘rel’ Attribut nutzen, um spezifisch anzugeben, welche Domain-Namen vorab aufgelöst werden sollen. 

Dies ermöglicht eine gezielte Steuerung des Prefetching-Prozesses und kann dazu beitragen, Ressourcen effizienter zu nutzen. Ein weiterer Aspekt ist die Nutzung des ‚crossorigin‘ Attributs, welches steuert, wie Ressourcen von verschiedenen Ursprüngen behandelt werden, um Sicherheit und Leistung zu optimieren.

Neben DNS-Prefetching gibt es auch verwandte Techniken wie Preconnect, Preloading und Prerendering, die alle darauf abzielen, die Benutzererfahrung im Internet zu verbessern. Während DNS-Prefetch sich auf die Auflösung von Domain-Namen konzentriert, ermöglicht Preconnect dem Browser, zusätzliche Schritte wie das Aufbauen einer Verbindung zum Server vorab durchzuführen. 

Das Preloading wird verwendet, um bestimmte Ressourcen, die auf einer Seite benötigt werden, vorrangig zu laden. Das Prerendering geht noch einen Schritt weiter und lädt eine ganze Webseite im Voraus (prerender), was allerdings mit einem höheren Ressourcenverbrauch verbunden ist. Diese Techniken arbeiten oft Hand in Hand, um die Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit von Webseiten zu maximieren. 

Das DNS-Prefetching basiert auf dem Mechanismus des Prefetchs. Der Prefetch ist eine leistungsoptimierende Methode in der Webentwicklung, die darauf abzielt, Ressourcen vorzeitig zu laden, bevor sie aktiv angefordert werden. Durch das ‚rel‘ Attribut in HTML-Elementen können Entwickler spezifizieren, welche Ressourcen im Voraus aufgelöst werden sollen. Dies ermöglicht dem Browser, über das ‚crossorigin‘ Attribut entsprechende Ressourcen von verschiedenen Ursprüngen zu behandeln, wodurch die Ladezeiten optimiert und die Nutzererfahrung verbessert werden.

Der Prefetch-Mechanismus antizipiert Benutzeraktionen, indem er im Hintergrund DNS-Anfragen durchführt und benötigte Ressourcen vorab auflöst, was letztlich zu einer spürbaren Reduzierung der Ladedauer führt, wenn diese Ressourcen später tatsächlich angefragt werden.

Browser-Unterstützung für DNS-Prefetching

Wenn du dich mit DNS-Prefetching beschäftigst, ist zu beachten, dass nicht jeder Browser diese Technik des Prefetch auf die gleiche Weise nutzt. Stell dir vor, du besuchst ein Konzert, bei dem jeder Zuschauer eine andere Art von Kopfhörer trägt. Einige Kopfhörer liefern ein klares, scharfes Klangerlebnis, während andere möglicherweise nicht alle Töne gleich gut wiedergeben.

Ähnlich verhält es sich mit den Browsern: Während Google Chrome, Mozilla Firefox und Apple Safari DNS-Prefetching weitgehend unterstützen, unterscheiden sie sich in der Art und Weise, wie sie diese Technik des Prefetch umsetzen.

Für dich als Nutzer oder Webentwickler bedeutet dies, dass die Wahl des Browsers einen Einfluss darauf haben kann, wie schnell und effizient eine Webseite geladen wird. Chrome beispielsweise nutzt eine aggressive Form des DNS-Prefetching, was bedeutet, dass viele Domain-Namen im Voraus aufgelöst werden, um Zeit zu sparen

Firefox hingegen kann etwas zurückhaltender sein, um Ressourcen zu schonen. Diese Unterschiede sind zu berücksichtigen, insbesondere wenn du eine Webseite gestaltest oder optimierst. Denn das Ziel ist es, sicherzustellen, dass deine Webseite unabhängig vom verwendeten Browser schnell und reibungslos lädt.

DNS-Prefetching und seine Auswirkungen auf SEO

SEO, oder Suchmaschinenoptimierung, ist wie ein Puzzlespiel, bei dem jede Verbesserung der Webseite dazu beitragen kann, ein besseres Ranking in Suchmaschinenergebnissen zu erzielen. DNS-Prefetching kann hier eine interessante Rolle spielen. Suchmaschinen wie Google legen großen Wert auf die Ladegeschwindigkeit einer Webseite. Schnellere Webseiten bieten ein besseres Nutzererlebnis, was wiederum von Suchmaschinen belohnt wird.

Durch die Verwendung von DNS-Prefetching kannst du die Ladezeit deiner Webseite verkürzen, indem du sicherstellst, dass DNS-Abfragen über das ‘rel’-Attribut bereits erledigt sind, bevor der Nutzer überhaupt auf einen Link klickt (Prefetch). Dies führt zu einer schnelleren Interaktionszeit und einer verbesserten Gesamtperformance der Seite.

Suchmaschinen erkennen diese Verbesserungen und können deine Webseite in ihren Rankings höher einstufen. Es ist also nicht nur ein Gewinn für die Nutzererfahrung, sondern auch für die Sichtbarkeit deiner Webseite.

Dennoch solltest du beachten, dass DNS-Prefetching nur ein Teil des großen SEO-Puzzles ist. Es ist wichtig, es in Kombination mit anderen Optimierungsstrategien wie responsivem Design, hochwertigen Inhalten und guten Meta-Tags zu verwenden.

Erinnere dich, SEO ist ein Marathon, kein Sprint, und jede Optimierung, sei sie auch noch so klein, kann dich dem Ziel näherbringen, ganz oben in den Suchergebnissen zu erscheinen.

Datenschutz und Sicherheit beim DNS-Prefetching

Beim Thema Datenschutz und Sicherheit rückt DNS-Prefetching in ein ganz besonderes Licht. Es ist, als würdest du in einem Restaurant vorab bestellen, bevor du überhaupt die Speisekarte gesehen hast – praktisch, aber es birgt auch gewisse Risiken.

Wenn ein Browser automatisch DNS-Anfragen für verschiedene Domains stellt, könnte dies zu ungewollten Datenschutzproblemen führen. Vor allem, wenn es um cross-origin Anfragen geht, also Anfragen, die Ressourcen von einer anderen Domain als der Hauptwebseite abrufen.

Die Herausforderung hierbei ist, dass DNS-Prefetching unbeabsichtigt Informationen über das Surfverhalten der Nutzer offenlegen könnte. Wenn zum Beispiel auf einer Webseite Links zu externen Domains vorgeladen werden, könnte dies implizieren, dass der Nutzer an diesen Links interessiert ist. 

Daher muss man als Webentwickler verantwortungsbewusst mit dieser Technologie des Prefetch umgehen. Das bedeutet, sorgfältig abzuwägen, welche Links vorgeladen werden sollen, und Nutzer gegebenenfalls über solche Praktiken zu informieren.

Die Implementierung von DNS-Prefetching in HTML mit Hilfe des ‘rel’-Attributs

Die Implementierung von DNS-Prefetching in HTML ist vergleichbar mit dem Setzen von Wegweisern auf einer Straße. Es hilft dem Browser, den schnellsten Weg zu den benötigten Ressourcen zu finden. Dies erfolgt durch das Hinzufügen des ‚rel=dns-prefetch‘ Attributs in den Link-Tags innerhalb des HTML-Headers einer Webseite. Durch dieses ‘rel’-Attribut gibst du dem Browser die Anweisung, welche DNS-Lookups im Voraus durchgeführt werden sollen.

Zum Beispiel, wenn du weißt, dass deine Webseite Bilder, Skripte oder andere Ressourcen von bestimmten externen Domains lädt, kannst du diese Domains im Header deiner Webseite spezifizieren. Der Browser wird dann diese DNS-Anfragen proaktiv durchführen, bevor der Nutzer auf die entsprechenden Links klickt. Dies verringert die Dauer des Ladens um Millisekunden, sobald der Nutzer tatsächlich auf die Ressourcen zugreifen möchte.

Es ist jedoch wichtig, diese Funktion mit Bedacht zu nutzen. Übermäßiges DNS-Prefetching kann zu unnötigem Netzwerkverkehr führen, was letztendlich kontraproduktiv sein kann. Daher sollte diese Technik des Prefetch gezielt eingesetzt werden, um die Nutzererfahrung zu optimieren, ohne dabei die Ressourcen des Browsers zu überfordern. 

Denke daran, es ist wie das Würzen eines Gerichts – ein wenig kann den Geschmack verbessern, zu viel kann es jedoch verderben.

DNS-Prefetching und seine Auswirkungen auf die Mobilnutzung

In der Welt der Mobilgeräte, wo jede Sekunde des Ladeprozesses zählt, spielt DNS-Prefetching eine besonders entscheidende Rolle. Stell dir vor, du bist auf einer Reise und möchtest schnell Informationen finden, aber die Netzwerkverbindung ist langsamer als gewohnt. Hier kann DNS-Prefetching einen spürbaren Unterschied machen, indem es die Zeit verkürzt, die benötigt wird, um eine Webseite zu laden. 

Da mobile Geräte oft mit weniger stabilen und langsameren Netzwerkverbindungen zu kämpfen haben, kann die Vorab-Auflösung von Domain-Namen die Nutzererfahrung erheblich verbessern.

Allerdings gibt es auch eine Kehrseite: Der erhöhte Datenverbrauch. Bei Mobilgeräten, insbesondere bei solchen mit begrenzten Datenplänen, kann ein übermäßiges DNS-Prefetching zu einem unerwünschten Verbrauch von Datenvolumen führen. 

Daher ist es essenziell, ein Gleichgewicht zu finden. Als Webentwickler oder Seitenbetreiber solltest du abwägen, welche Domains wirklich von Bedeutung sind, um sie vorab aufzulösen. Dies stellt sicher, dass die Nutzer von schnelleren Ladezeiten profitieren, ohne dabei zu viel ihrer Daten zu verbrauchen.

Das Zusammenspiel von DNS-Prefetching mit anderen Techniken

DNS-Prefetching ist nur ein Teil eines größeren Ensembles an Techniken, die darauf abzielen, die Web-Performance zu verbessern. Um eine Webseite wirklich zu optimieren, ist es wichtig, DNS-Prefetching im Kontext dieser anderen Techniken zu betrachten. Preconnect, Preloading und Prerendering sind einige dieser Methoden, die Hand in Hand mit DNS-Prefetching arbeiten können.

Preconnect geht einen Schritt weiter als DNS-Prefetching, indem es nicht nur die DNS-Auflösung, sondern auch die TCP-Handshake- und TLS-Verhandlungsprozesse vorzeitig durchführt. Somit kann Preconnect besonders nützlich sein, wenn deine Webseite Inhalte von Drittanbietern lädt, die eine sichere Verbindung erfordern. 

Preloading wiederum ist eine Technik, bei der bestimmte Ressourcen, die auf der Webseite benötigt werden, priorisiert und vorrangig geladen werden. Dies kann besonders hilfreich sein, um sicherzustellen, dass Schlüsselelemente der Webseite so schnell wie möglich verfügbar sind.

Prerendering schließlich ist die anspruchsvollste dieser Techniken. Sie nutzt die Technik des prerendern. Hierbei wird eine komplette Webseite im Hintergrund vorgeladen, noch bevor der Nutzer sie aktiv besucht (prerender). Das Prerendering bietet die schnellste Zugriffszeit, erfordert aber auch am meisten Ressourcen und kann, wenn es übermäßig verwendet wird, zu unerwünschten Nebeneffekten führen.

Das effektive Zusammenspiel dieser Techniken kann die Nutzererfahrung auf einer Webseite deutlich verbessern. Es ist jedoch entscheidend, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden, um die Vorteile zu maximieren, ohne dabei die Seite mit zu vielen Vorladeprozessen zu überladen.