Was ist der Hostname? Einfach erklärt!

Wenn du im Internet surfst, bist du wahrscheinlich schon vielen Hostnames begegnet, ohne es zu merken. Ein Hostname ist eine leicht zu merkende Zeichenkette, die einen Computer oder Server im Netzwerk identifiziert. Anstatt sich komplexe Zahlenfolgen zu merken, ermöglichen uns Hostnames, Webseiten und Server mit einfachen Namen aufzurufen.

Denke beispielsweise an die Adresse, die du in deinen Browser eingibst, um eine Webseite zu besuchen – das ist der Host- oder Sitename. Er dient als eine Art Ausweis, der hilft, jeden Rechner und jede Adresse einzigartig zu identifizieren. In diesem Artikel tauchen wir in die Welt der Hostnames ein und erforschen, wie sie funktionieren, wie sie erstellt werden und warum sie für so nützlich sind.

Der Hostname im Detail

Ein Hostname ist ein Label, das einem Computer, Server oder einer anderen Netzwerkressource innerhalb eines Netzwerks zugewiesen wird, um diese leicht identifizieren und erreichen zu können. Statt Zahlenkolonnen wie bei einer Internet Protocol Address verwenden Host- oder Sitenames Namen, die für Menschen leichter zu verstehen und zu merken sind. 

Das kann z.B. „webserver“, „laptop-user“ oder „drucker-buero“ sein. Wenn du eine Website wie „www.beispiel.de“ in deinen Webbrowser eingibst, ist „www.beispiel.de“ der Name des Hosts, der auf eine bestimmte IP-Adresse verweist.

Die Hostnames sind ein Teil des Domain Name Systems (DNS), das als eine Art Telefonbuch für das Internet dient. Das DNS übersetzt den Hostname, den du in deinen Browser eingibst, in die zugehörige Internet Protocol Adresse, die der Computer dann verwendet, um die gewünschte Seite zu finden. Der Hostname „www.beispiel.de“ könnte z.B. auf die IP-Adresse „192.168.1.1“ verweisen.

Hostnames und Domainnamen werden oft synonym verwendet, aber es gibt einen feinen Unterschied zwischen beiden. Ein Hostname ist der Name eines Rechners innerhalb eines Netzwerks, während ein Domainname die vollständige Adresse ist, die im Webbrowser eingegeben wird. Der Hostname „www“ in „www.beispiel.de“ ist also nur ein Teil des gesamten Domainnamens.

Es gibt bestimmte Regeln und Konventionen für die Erstellung von Hostnames. Sie dürfen bis zu 63 Zeichen lang sein und können Buchstaben (a-z), Zahlen (0-9) und Bindestriche (-) enthalten, dürfen jedoch nicht mit einem Bindestrich beginnen oder enden. Ein Hostname muss eindeutig sein und wenn er als Fully Qualified Domain Name (FQDN) verwendet wird, wie in „www.musterbeispiel.de“, muss er weltweit einzigartig sein.

Struktur des Hostnames: Von Subdomains zu TLDs

Ein Hostname ist weit mehr als nur eine willkürliche Kombination von Buchstaben und Zahlen. Er ist eine präzise Adresse, die einem Computer, Server oder einer Ressource in einem Netzwerk zugewiesen ist. Dabei folgt der Aufbau klaren Richtlinien und besteht aus mehreren Teilen. Lass uns diese Teile genauer betrachten:

Subdomain: Der persönliche Touch

  • Die Subdomain ist der spezifische, oft individuelle Teil des Hostnames.
  • Sie kann beispielsweise den Namen eines Dienstes oder einer Abteilung repräsentieren.
  • In „mail.meinefirma.de“ ist „mail“ die Subdomain, die auf den Mailserver hinweist.

Domain: Das Herzstück

  • Die Domain ist der zentrale Bestandteil des Hostnames und repräsentiert oft den Namen der Organisation oder des Projekts.
  • Sie ist einprägsam und leicht zu erkennen.
  • Bei „www.mustermann.com“ ist „mustermann“ die Domain.

Top-Level-Domain (TLD): Der Kategorisierer

  • Die Top-Level-Domain (TLD) ist der letzte Teil des Hostnames und gibt Aufschluss über die Art oder den geografischen Standort der Adresse.
  • Es gibt generische TLDs wie „.com“, „.org“, „.net“ und länderspezifische TLDs wie „.de“ (Deutschland), „.uk“ (Vereinigtes Königreich), etc.
  • In „www.musterbeispiel.de“ ist „.de“ die TLD, die anzeigt, dass es sich um eine deutsche Domain handelt.

Zusammenspiel der Komponenten

Die Kombination von Subdomain, Domain und TLD bildet den vollständigen Hostname. Jeder Teil hat seine spezifische Funktion und trägt dazu bei, den Server oder die Dienstleistung im Netzwerk eindeutig zu identifizieren und zuzuordnen.

So ergibt sich eine klare und strukturierte Adresse, die sowohl für Menschen als auch für Maschinen verständlich ist. Indem du die Struktur eines Hostnames verstehst, kannst du leichter navigieren und Dienstleistungen im Network besser nutzen.

DNS-Resolution: Eine Reise von Namen zu Zahlen

Das Domain Name System ist wie das Telefonbuch des Internets. Wenn du eine Domain oder einen Hostname wie „www.musterbeispiel.de“ in deinen Browser eingibst, hilft das DNS dabei, diese menschenfreundliche Adresse in eine maschinenfreundliche IP zu übersetzen.

Der Weg der DNS-Resolution

Hier ist, wie die DNS-Resolution Schritt für Schritt abläuft:

  1. Anfrage: Dein Computer sendet eine Anfrage mit dem Hostname, den du besuchen möchtest.
  2. DNS-Server: Die Anfrage landet zuerst auf einem DNS-Server, der als Vermittler fungiert.
  3. Aufschlüsselung: Der DNS-Server übersetzt den Hostname in eine IP-Adresse.
  4. Antwort: Die Adresse wird an deinen Computer zurückgesendet.
  5. Verbindung: Dein Browser verwendet die IP-Adresse, um eine Verbindung zum gewünschten Server herzustellen und die Webseite anzuzeigen.

Durch diesen Prozess wird die Adresse des Servers, auf dem die Webseite gehostet ist, schnell und effizient ermittelt, sodass du nahtlos darauf zugreifen kannst.

FQDN

Der Fully Qualified Domain Name (FQDN) ist der komplette und eindeutige Hostname, der eine exakte Position innerhalb des DNS-Hierarchiebaums angibt.

Hostname vs. FQDN

  • Hostname: Dies ist der einfache Name eines Rechners oder Servers, z.B. „webserver“.
  • FQDN: Dies ist der vollständige Hostname, der auch die Domain und die TLD beinhaltet, wie z.B.“webserver.musterbeispiel.de“.

Zusammenspiel von FQDN und Hostname

  • Einzigartigkeit: Während ein Hostname innerhalb eines Netzwerks einzigartig sein muss, gewährleistet der FQDN Einzigartigkeit über das gesamte Internet.
  • DNS-Resolution: Der FQDN wird während der DNS-Resolution verwendet, um den genauen Pfad zum Server zu finden.
  • Klare Identifikation: Mit einem FQDN kann ein Computer oder Server eindeutig identifiziert und von überall im Netzwerk oder Internet erreicht werden.

Indem du die Rolle des DNS und die Unterschiede zwischen Hostname und FQDN verstehst, kannst du besser nachvollziehen, wie Computer, Server und Dienstleistungen im Internet gefunden und verbunden werden.

Ändern des Hostnamens: Ein frischer Anstrich für deinen Rechner

Manchmal möchtest du vielleicht den Hostname deines Rechners oder Servers ändern, sei es aus organisatorischen Gründen oder einfach, weil dir ein coolerer Name in den Sinn gekommen ist. Hier erfährst du, wie das geht.

Ändern unter Linux

Die Schritte zum Ändern des Hostnamens können je nach Betriebssystem variieren. Hier ist eine Anleitung für Linux-Nutzer:

  1. Terminal öffnen: Starte das Terminalfenster.
  2. Aktuellen Hostnamen überprüfen: Gib den Befehl hostname ein, um den aktuellen Namen anzuzeigen.
  3. Hostname ändern: Verwende den Befehl sudo hostname neuer-name, um den Hostnamen temporär zu ändern.
  4. Dauerhafte Änderung: Um die Änderung dauerhaft zu machen, bearbeite die Datei /etc/hostname und /etc/hosts mit einem Texteditor deiner Wahl und ersetze den alten Namen durch den neuen.

Ändern unter Windows

Auch unter Windows ist das Ändern des Hostnamens ein Kinderspiel:

  1. Systemeinstellungen: Gehe zu „Systemsteuerung“ > „System und Sicherheit“ > „System“.
  2. Erweiterte Systemeinstellungen: Klicke auf „Erweiterte Systemeinstellungen“.
  3. Computername ändern: Unter dem Tab „Computername“ kannst du auf „Ändern…“ klicken und deinen neuen Hostnamen eingeben.

Lokale Hosts-Datei: Dein persönlicher Wegweiser

Die Hosts-Datei ist wie ein persönlicher Assistent, der dir hilft, Hostnamen direkt auf bestimmte IP-Adressen abzubilden, ohne auf das DNS angewiesen zu sein.

Funktionsweise der Hosts-Datei

  • Manuelle Abbildung: In der Hosts-Datei kannst du bestimmte Domainnamen direkt einer IP-Adresse zuweisen.
  • Priorität: Diese Zuordnungen haben Vorrang vor DNS-Anfragen, sodass du z.B. den Zugriff auf bestimmte Seiten umleiten oder blockieren kannst.

Bearbeiten der Hosts-Datei

So kannst du die Hosts-Datei bearbeiten:

  1. Dateipfad: Die Hosts-Datei findest du unter /etc/hosts (Linux) oder C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts (Windows).
  2. Bearbeitung: Öffne die Datei mit Administratorrechten in einem Texteditor.
  3. Einträge hinzufügen: Füge neue Einträge in der Form IP-Adresse Hostname hinzu, z.B. 192.168.1.100 mein-lokaler-server.

Indem du deinen Hostname anpasst und die Hosts-Datei klug nutzt, kannst du nicht nur deinen Rechner oder Server personalisieren, sondern auch deinen Netzwerkverkehr effizient steuern.

Hostname im Netzwerk: Navigieren leicht gemacht

In einem Netzwerk, egal ob klein oder groß, ist es entscheidend, dass die Kommunikation reibungslos verläuft. Hostnames sind hierbei ein nützliches Hilfsmittel, um Rechner und Dienstleistungen einfach zu identifizieren und anzusprechen. Sie machen das Network quasi zu einer gut organisierten Party, bei der jeder Gast einen Namen auf seinem Namensschild hat.

Persönlicher Touch: Hostnames als Identifikatoren

  • Eindeutige Bezeichnung: Jeder Computer, Server oder Netzwerkdienst bekommt einen einzigartigen Hostname zugewiesen. Dieser dient als eindeutige Bezeichnung.
  • Menschliche Lesbarkeit: Im Gegensatz zu einer Internet Protocol Address, die aus einer Reihe von Zahlen besteht, sind Hostnames leicht verständlich und merkbar.

Einfache Kommunikation und Identifikation

Stell dir vor, du möchtest auf eine Dateifreigabe oder einen Drucker in deinem Netzwerk zugreifen. Anstatt die IP-Adresse zu verwenden, kannst du einfach den Hostname eingeben:

  • Dateizugriff: Statt \\192.168.1.5\freigabe kannst du \\mein-fileserver\freigabe nutzen.
  • Drucken: Anstatt nach dem Drucker über seine IP zu suchen, kannst du den Hostnamen wie büro-drucker verwenden.

Dienstleistungen leicht auffindbar

  • Serverdienste: Hostnames helfen dabei, Dienste wie E-Mail, Webserver oder Datenbanken im Netzwerk leichter zu finden und zu verwalten.
  • DNS: Das Domain Name System (DNS) übersetzt Hostnamen in IP-Adressen, sodass du z.B. einen Webbrowser öffnen und www.meine-firma.de eingeben kannst, anstatt die zugehörige IP-Adresse.

Skalierbarkeit und Verwaltung

  • Wachsende Netzwerke: Wenn dein Netzwerk wächst, ist es einfacher, sich an Hostnamen zu erinnern als an eine wachsende Anzahl von IP-Adressen.
  • Netzwerktools: Viele Netzwerkverwaltungstools nutzen Hostnamen, um Geräte zu identifizieren und zu überwachen.

Die Verwendung von Hostnamen in einem Netzwerk ist somit vergleichbar mit einer gut sortierten Bibliothek. Jeder Rechner und jede Dienstleistung hat seinen Platz, und du kannst genau das finden, was du suchst, ohne dich durch unübersichtliche Zahlenchaos navigieren zu müssen.

Gültige Zeichen in Hostnames: Ein Leitfaden für die richtige Namensgebung

Die Erstellung eines Hostnames folgt bestimmten Regeln und Konventionen, um sicherzustellen, dass das System ordnungsgemäß funktioniert und Kompatibilität zwischen verschiedenen Rechnern, Servern und Netzwerkdiensten gewährleistet ist. Hier sind die Grundlagen, die du kennen solltest:

Buchstaben, Zahlen und Bindestriche

  • Alphabetische Zeichen: Hostnames dürfen Buchstaben von A bis Z verwenden. Es wird unterschieden zwischen Groß- und Kleinschreibung, d.h., Mein-Server und mein-server sind unterschiedliche Hostnames.
  • Ziffern: Die Zahlen 0 bis 9 sind ebenfalls erlaubt.
  • Bindestriche: Ein Bindestrich (-) kann verwendet werden, darf jedoch nicht am Anfang oder Ende des Hostnamens stehen; z.B. ist Server-123 ein gültiger Hostname.

Keine Sonderzeichen oder Leerzeichen

  • Sonderzeichen: Sonderzeichen wie @, #, $, %, &, *, (, ), +, ,, . und so weiter sind nicht erlaubt.
  • Leerzeichen: Leerzeichen innerhalb eines Hostnamens sind ebenfalls nicht gestattet.

Länge des Hostnamens

  • Maximale Länge: Ein einzelner Hostname darf nicht länger als 63 Zeichen sein.
  • FQDN-Länge: Der gesamte Fully Qualified Domain Name (FQDN), der Subdomain, Domain und Top-Level-Domain (TLD) umfasst, darf eine maximale Länge von 253 Zeichen nicht überschreiten.

Bewusste Namensgebung

  • Verständlichkeit: Wähle Hostnames, die leicht verständlich und aussagekräftig sind. Dies erleichtert die Identifikation des Rechners oder der Dienstleistung.
  • Konsistenz: Halte dich an eine einheitliche Namenskonvention, die im gesamten Netzwerk befolgt wird.

Domainname-Reservierungen

  • Top-Level-Domains: Es ist ratsam, keine allgemeinen Top-Level-Domains (TLDs) wie .com, .net, .org etc. als Hostname zu verwenden, um Verwirrung zu vermeiden.

Die Verwendung von apple als Hostname in einem Netzwerk könnte zu Verwechslungen führen, da apple.com eine existierende Website ist.

Reservierte Wörter

  • Vermeidung von Systembegriffen: Vermeide die Verwendung von Systembegriffen oder Netzwerknamen wie localhost, die bereits eine spezielle Bedeutung haben.

Indem du diese Regeln befolgst, kannst du sicherstellen, dass deine Hostnamen nicht nur den Standards entsprechen, sondern auch praktisch und leicht zu verwenden sind.